In einem Midday Report auf ABC Radio National in der vergangenen Woche wurde die Kindersterblichkeit in der Zwei-Drittel-Welt deutlich angesprochen. Nach Angaben des in der Sendung interviewten Fachmannes sind es pro Tag im statistischen Durchschnitt 21.000 Kinder, die vor dem Erreichen des Grundschulalters ihr Leben verlieren bevor es noch richtig angefangen hat. Ich schreibe diese Zahl pro Tag noch einmal aus, damit niemand an einen Tippfehler glaubt: einundzwanzigtausend!
Hunger, verseuchtes Trinkwasser, Krankheiten (Malaria an erster Stelle mit ca. 800.000 Opfern), Naturkatastrophen, Kriege sind u.a. zu nennen.
Wir schreiben und lesen das in einem Staat, der nun sogar die USA an obesity überholt hat und an erster Stelle in der Welt steht. Die Folgen der obesity sind selbst von Fachleuten kaum schätzbar, jedenfalls in einem hohen Milliardenbetrag. Gleichzeitig wird der Wert der weggeworfenen Lebensmittel in Australien auf ca. 8,5 Milliarden Dollar jährlich geschätzt.
„Wird Gott uns dafür strafen?“
ist meine Frage an mich selbst und alle Leserinnen und Leser. Vor Jahren fand ich bei der deutschen Schriftstellerin Luise Rinser den Hinweis, dass die Dinge in unserer Welt erst eine Besserung erfahren könnten, wenn wir alle Kinder dieser Welt als unsere Kinder ansehen würden. Das ist wohl auch noch heute gültig.

