Am letzten Sonnabend stellte Graham Abbott in der Sendung „Keys to Music“ auf ABC Classic FM die geistliche Musik von Anton Bruckner vor. Er erwähnte dabei, daß der Komponist bei sämtlichen Kompositionen „Soli Deo Gloria“ (Gott allein die Ehre) auf sein Notenpapier geschrieben habe. Ich wußte davon bei Johann Sebastian Bach und erfuhr vom Internet, daß auch Georg Friedrich Haendel und Christoph Graupner das so getan hätten. Damit wollten sie verdeutlichen, daß ihre gottgegebenen Gaben zur Ehre Gottes und nicht für den eigenen Ruhm genutzt werden sollten. Auf weiteren schöpferischen Lebensfeldern gibt es ähnliche Beispiele. Vielleicht ist es ja fast logisch, wenn schöpferische Menschen den Schöpfer besonders im Blick haben.
Alle Leserinnen und Leser des „Wort zum Alltag“ und ich selbst haben spezifische und oft sehr unterschiedliche Gaben auf unseren Lebensweg mitbekommen. Vielleicht können wir ja immer wieder neu darüber nachdenken, wann und wo wir sie
„zur Ehre Gottes“
in unserem Alltag einsetzen können. Sicher zusätzlich auch zur Freude für uns selbst und andere Menschen.

